Erfahrungsberichte Begleiterseminar :  Gästebuch The fastest message board... ever.
Erfahrungsbericht aus den Online und Offline Trauerbegleiterseminaren www.trauer.org / www.trauerherberge.de 
Ausbildung in besonderem Ambiente und von kostbarem Wert!
von: Erika Baumann ()
Datum: 26.04.2012 23:30:00

Tod und Trauer waren mir fremd bis ich im Jahre 2010 meinen geliebten Mann Thomas durch Herzinfarkt verlor. Nicht war mehr wie es war. Monatelang fragte ich nach dem warum? Leider bekam ich keine Antwort. Ich zog mich aus der Gesellschaft zurück, da mich dort sowieso keiner mehr verstand. Schließlich wurde ich aus meiner Sicht wie eine Aussätzige behandelt. Im Lauf der Monate, gefrustet von der unbeantworteten Warum-frage stellte ich mir die Wozu-frage, worauf ich auf die website von Adolf Pfeiffer www.trauerherberge..de stieß.
Ich fühlte mich von der Ausbildung zur Trauerbegleitung sehr angesprochen. So beschloss ich, die Ausbildung als Trauerbegleiterin zu machen.
Allein schon meiner Trauer wegen, war ich von Anfang an geradezu begeistert, was es in mir bewegte. Wie ich die Trauer zulassen konnte und durfte. Ich konnte die Gesellschaft in Ihrer Hilflosigkeit so annehmen, wie sie mir begegneten, ohne sie zu beurteilen. Auch konnte ich an mir selbst beobachten, wie ich durch meine eigene Trauer wieder Sinn im Leben fand und schließlich auch zu einer neuen Identität. Manche Erlebnisse sind in Worten nicht zu beschreiben. Dankbar identifizierte ich mich mit der Mission, die hinter dem Verlust meines Mannes stand, nämlich die Begleitung von Trauernden. Aber auch zu Kommunizieren, wie hilflos die Gesellschaft mit Trauernden reagiert.
Von unschätzbarem Wert und zu Tränen gerührt, habe ich noch heute das erste Seminarwochenende in Adolfs „Wohlfühloase“ auch „Trauerherberge“ genannt, in Erinnerung. Normalerweise sollte das Seminar am Freitag um 18 Uhr beginnen. Aufgrund meines weiten Anfahrtsweges und des sehr hohen Verkehrsaufkommens mit vielen Baustellen auf der Autobahn war ich 1,5 Std. zu spät. Kurz vor dem Ziel haderte ich noch mit mir selbst, ob ich nicht wieder umkehren sollte, da das Seminar bereits begonnen hat. Doch was ich dann in der Trauerherberge erlebte, davon war ich überwältigt. Mit offenen Armen wurde ich von den anderen Teilnehmern und von Adolf herzlichst empfangen. Sie warteten auf mich. Dafür bin ich heute noch dankbar.
Was ich ín den Seminaren vor Ort erleben und erfahren durfte, ist von unschätzbarem Wert. Wir wurden von Adolf reich beschenkt mit sehr kostbaren und wertvollen Informationen, Wegweiser und Hilfsmittel. Mit großem Respekt begegne ich seinen bis ins Detail liebevoll vorbereiteten Seminareinheiten. Auch die vielen wertvollen Gespräche, der Austausch , die Harmonie und auch die Herzlichkeit und Achtsamkeit der SeminarteilnehmerInnen ist für mich ein kostbares Geschenk. Wir waren eine kleine Familie.
Nach Abschluss meiner Ausbildung zur Trauerbegleiterin sammle ich derzeit meine ersten Erfahrungen im Umgang mit Trauernden. Des weiteren bereite ich auch Vorträge vor, die ich in Seniorenheimen und Krankenhäusern vortragen möchte. Auch möchte ich ein Konzept entwickeln im Umgang mit Trauernden nach Beendigung einer Paarbeziehung. „Trennung in Liebe“. Mit großer Freude widme ich mich den Themen, im Umgang mit Trauer, ob in Beruf, Beziehung oder Verlust eines lieben Menschen.
Mein Dank für diesen Weg gilt ganz besonders Adolf und Gilla aus der Trauerherberge.
Des weiteren den Seminarteilnehmern meiner Trauergruppe.
Danke euch allen, dass ich so sein darf, wie ich bin.
Danke für die Möglichkeit, diesen Weg gehen zu dürfen.
Ich kann jedem, der sich mit Trauer auseinandersetzen möchte, sehr ans Herz legen,
diese in der Trauerherberge zu erfahren.

Herzlichst Erika B.



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Ausbildung in besonderem Ambiente und von kostbarem Wert!1375Erika Baumann26.04.2012 23:30


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